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Wissen · LFGB-Kennzeichnung

LFGB Bier-Kennzeichnung — was aufs Etikett muss.

LFGB, LMIV und Vorläufiges Biergesetz bestimmen, was auf jedem Bier-Etikett stehen muss. Hier kompakt: Pflichtangaben, Schriftgrößen, Allergene, gängige Fehler.

1. Der rechtliche Rahmen — LFGB + LMIV + BierStG

Drei Regelwerke bestimmen die Bier-Etikettierung in Deutschland: Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB), Lebensmittel-Informations-Verordnung (LMIV, EU 1169/2011) und das Biersteuergesetz (BierStG).

Das LFGB regelt Sicherheit und Rückverfolgbarkeit, die LMIV die Verbraucher-Information, das BierStG die steuerlichen Aspekte und die Reinheitsgebot-Bindung.

2. Pflichtangaben auf jedem Bier-Etikett

Bezeichnung (Bier, Pils, Weißbier, Biermischgetränk — je nach Stil), Alkoholgehalt in Volumenprozent (Toleranz ±0,5 % nach LMIV), Mindesthaltbarkeitsdatum, Nennfüllmenge in Litern oder Millilitern, Name und Anschrift der Brauerei oder des Inverkehrbringers, Chargennummer.

Bei alkoholfreiem Bier (≤0,5 % vol) zusätzlich: Nährwert-Tabelle nach LMIV.

3. Zutatenliste bei Bier — wann sie Pflicht wird

Bier über 1,2 % vol Alkohol ist von der Zutatenlisten-Pflicht der LMIV befreit. Das ist eine Sonderregel speziell für alkoholische Getränke.

Sobald Sie aber ein Biermischgetränk verkaufen oder ein Bier mit Frucht/Gewürz auch unter dem Namen „Bier“ bewerben, gilt die volle Zutatenlisten-Pflicht — inklusive Mengenangaben für gekennzeichnete Zutaten.

4. Allergene und Hinweise

Gluten aus Gerste und Weizenmalz muss deklariert werden, wenn der Gehalt über dem Schwellenwert für „glutenfrei“ (20 mg/kg) liegt. Die Praxis: bei klassischen Bieren ist Gluten Pflichtangabe.

Sulfit-Hinweis nur, wenn aktiv zugesetzt (selten bei Bier). Bei pasteurisierter Ware kann ein Hinweis auf den Verarbeitungs-Prozess sinnvoll sein.

5. Etikett-Layout — Schriftgrößen und gängige Fehler

Pflichtangaben müssen in einer Schriftgröße abgedruckt werden, deren x-Höhe mindestens 1,2 mm beträgt (LMIV Anhang IV). Bei Behältern unter 80 cm² Oberfläche reduziert sich das auf 0,9 mm.

Häufige Fehler: MHD ohne Tagesangabe (gilt nur bei Haltbarkeit über 3 Monate), Brauerei-Adresse ohne Postleitzahl, Charge-Nr. unleserlich aufgedruckt. Das fällt im Audit sofort auf.

Wie SudPilot hilft

Etikett-Generator direkt aus dem Sud

SudPilot generiert Etikett-Vorlagen aus den Sud-Daten: Alkoholgehalt aus Stammwürze + Vergärungsgrad, MHD nach konfigurierbarer Logik (Standard 12 Monate), Brauerei-Adresse aus den Account-Stammdaten, Charge-Nr. aus dem Sud, Stil-Bezeichnung aus dem Rezept.

Die LMIV-Pflichtangaben werden geprüft, bevor das PDF erzeugt wird. Eine fehlende Brauerei-Adresse wird blockiert, kein falsches Etikett verlässt die Brauerei.

Diese Doku-Pflicht digital lösen — mit SudPilot